Die Geschichte der Chemieschule Dr. Erwin Elhardt von 1888 bis 2011

123 Jahre Chemieschule Dr. Erwin Elhardt, das bedeutet 123 Jahre Ausbildung in der Chemie. Vor allem im Großraum München mit den vielen Instituten der beiden Universitäten, den Max-Planck-Instituten, der GSF, dem Biotech Cluster und vielen anderen Firmen besteht ein großer Bedarf an gut ausgebildeten Technischen Assistenten. Die Chemieschule Dr. Erwin Elhardt wird auch in Zukunft, so wie in der Vergangenheit, diesen Bedarf durch den intensiven Einsatz ihrer Lehrkräfte decken können.

Ein kurzer Rückblick auf über ein Jahrhundert naturwissenschaftlicher Ausbildung:

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1888 - Gründung des chemischen Instituts durch Dr. Bender und Dr. Hobein
Das chemische Institut, aus dem die Chemieschule Dr. Erwin Elhardt hervorging, wird von Dr. Bender und Dr. Hobein gegründet und ist damit Münchens älteste Privatschule. Schon dieses erste Institut sah seine Aufgabe neben dem Handel mit Laborgeräten und Chemikalien, sowie dem Anfertigungen von Analysen vor allem in der Unterrichtung von Schülern in Theorie und Praxis. Noch vor dem ersten Weltkrieg trat Dr. Johannes Hoppe als Teilhaber in das Institut ein, um sich in besonderem Maße um die Lehre zu kümmern.
Aus dem Institut gehen die Chemikalienhandlung Bender & Hobein und das "Private Chemische Laboratorium für Untersuchung und Unterricht Dr. Johannes Hoppe" in der Gabelsbergerstraße hervor.
1946 - Wiederaufnahme des Unterrichts im Hochbunker an der Anzinger Straße
Nachdem das Institut 1944 völlig zerstört wurde beginnt Dr. Hoppe schon kurz nach Kriegsende in den Räumen eines Hochbunkers (Ecke Rosenheimer-/Anzingerstraße) wieder mit dem Unterricht.
1949 - Neuaufbau der Schule durch Dr. Erwin Elhardt
Übergabe der Leitung an Dr. Erwin Elhardt und Dr. Ludwig Böhm. Während Dr. Ludwig Böhm die Untersuchungsaufgaben des Instituts übernimmt, baut Dr. Erwin Elhardt die Schule völlig neu auf. 1952 erfolgt die Aufteilung des Instituts in das Laboratorium Dr. Böhm und die Chemieschule Dr. Erwin Elhardt. Die unermüdliche Schaffenskraft von Dr. Erwin Elhardt und die Einsatzbereitschaft seiner Mitarbeiter machen die Schule bald zu einer der größten und bekanntesten der Bundesrepublik.
1956 - Staatliche Anerkennung für die Privatschule Dr. Erwin Elhardt
Die hohe Qualität der Ausbildung veranlasst das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus der Chemieschule Dr. Erwin Elhardt als einer der ersten Privatschulen in Bayern die staatliche Anerkennung zu verleihen.
1979 - Umzug der Schule in die Ludmillastraße
Die Schule wurde immer größer und das Provisorium in der Anzinger Straße konnte schließlich den Anforderungen nicht mehr genügen; so forcierte Dr. Erwin Elhardt den Bau eines neuen, modernen Schulgebäudes in der Ludmillastraße. Nach großen Anstrengungen kann das neue Gebäude, das 11 große Laboratorien, 2 Hörsäle und 3 Unterrichtsräume besitzt, 1979 bezogen werden.
Mit dem Umzug geht die Leitung der Chemieschule auf die Söhne des Schulleiters über. Dr. Wolfgang Elhardt übernimmt die Geschäftsleitung der Chemieschule Dr. Elhardt GmbH und Dr. Martin Elhardt die Schulleitung der Chemieschule.
1991 - Einrichtung des Ausbildungszweigs UTA
Zusätzlich zur Ausbildung zum Chemisch-Technischen Assistenten (CTA) wird der Ausbildungszweig des Umwelttechnischen Assistenten (UTA) eingerichtet um den modernen Anforderungen in diesem Bereich gerecht zu werden.
2006 - Einrichtung des Ausbildungszweigs BTA
Entsprechend der steigenden Bedeutung der Biologie, Biotechnologie und Biochemie, der die Chemieschule bereits durch Einführung des Schwerpunktes Biochemie im Jahr 1964 Rechnung getragen hatte, wird als neuer Ausbildungszweig der des Biologisch-Technischen Assistenten (BTA) eingeführt.
2009 - Staatliche Anerkennung für die BTA-Ausbildung
Am 1.10.2009 erhält die Chemieschule Dr. Erwin Elhardt die staatliche Anerkennung als Ersatzschule für Biologisch-Technische Assistenten.
2010 - Eröffnung der BTA-Schule in Martinsried

Am 14. September eröffnete die Chemieschule Dr. Erwin Elhardt ihre neuen Räumlichkeiten für den Ausbildungszweig zum Biologisch-Technischen Assistenten im „Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie“ (IZB) in Martinsried südlich von München. In einem Neubau des IZB sind dabei zwei große Laborräume nebst Vorbereitungsräumen, Klassenzimmer sowie Verwaltungszimmern untergebracht. Die Ausbildung zum Biologisch-Technischen Assistenten fand bislang im Hauptgebäude der Chemieschule Dr. Erwin Elhardt in der Ludmillastraße, Stadtteil München-Giesing, statt.

Die Schülerinnen und Schüler werden in Martinsried ab diesem Schuljahr in theoretischen Fächern wie z.B. Mikrobiologie, Biologie, Molekulargenetik und Biochemie und den entsprechenden Praktika unterrichtet. Nach zweijähriger Ausbildung erhalten die Absolventen den Titel „Staatlich anerkannter Biologisch-Technischer Assistent“.

2011 - 12 Klassen, 260 Schüler, 25 Lehrkräfte
Ins Sommerhalbjahr 2011 startet die Chemieschule mit 8 CTA-Klassen, 2 BTA-Klassen und 2 Techniker-Klassen mit insgesamt 260 Schülern, die von 25 Lehrkräften unterrichtet werden.